Vor über 300 Besuchern rappten NIcKnOname, Hoodbook, Paiis und Systemfehler im Kulturpalast um den Titel der besten Rapper des Political Rap Contests 2010.
Im Dezember letzten Jahres wählte die siebenköpfige Jury des Political Rap Contests vier Einzelkünstler bzw. Gruppen für das alles entscheidende Finale am 22. Januar 2010 im Kulturpalast aus. Hierzu hatten knapp 20 Einzelkünstler bzw. Crews aus Wiesbaden und Umgebung jeweils zwei Tracks eingereicht, einer davon politischen Inhalts. In insgesamt zwei Hördurchgängen ermittelte die Jury die Finalisten, indem sie nach einem anonymen Punkteverfahren den jeweiligen Text, Beat und Style des politischen Tracks bewertete.
Nun war es endlich soweit: Konnten die Finalisten auch live und vor Publikum bestehen?
Im Unterschied zur Vorauswahl ging es am Finalabend einzig und allein um die Performance. Massgeblich hierfür waren: Bühnenpräsenz und Interaktion mit dem Publikum und gegebenenfalls weiteren Gruppenmitgliedern auf der Bühne.
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In mittlerweile schon bekannter fünfjährigerTradition stand dabei nicht nur das Votum der Jury auf dem Plan, sondern auch das des Publikums. Erstes gemessen an vergebenen Punkten von 0 – 10, zweiter am festgehaltenen Maximalpegel der Lautstärke des Publikums mittels zweier Applausometer. |
| Nachdem sich der Kulturpalast schon kurz nach Einlass gut gefüllt hatte, trat Moderator André Kohl gegen 21.00 Uhr auf die kleine aber feine Bühne des Kulturpalasts und begrüßte das Publikum, eröffnete die Spielregeln des Contests, ermittelte dank einer „Losfee“ die Reihenfolge der Finalisten und kündigte schließlich die wortgewandten Opener des Abends namens „Illfish & Flowtec“ aus Trier an. | ![]() |
Danach begann gleich das Finale.
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Los ging’s mit Systemfehler, die in ihrem politischen Song dazu aufriefen, auf sich selbst statt auf politische Phrasen zu hören. Ihren zweiten Song widmeten sie ihrer Heimatstadt Wiesbaden. Die Stimmung im Kulturpalast war gut und ausgelassen. |
| Als zweite waren NIcKnOname und sein Partner an der Reihe. NIcKnOname gewann bereits im Jahr 2005 mit Normanbeats den ersten Political Rap Contest und zählte mit seinen mittlerweile 27 Jahren zu den ältesten Finalisten an diesem Abend. Der Wiesbadener präsentierte in einer guten Performance, gemeinsam mit seinem Partner seine beiden eingereichten Tracks „auch nur personal“ und „Aliens“. |
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Im Anschluss daran rappte die fünfköpfige Crew „Hoodbook“ ihre Tracks „Lass Dich nicht blenden“ und „Warnzeichen“. |
| Als dritter Finalist trat der 19jährige Paiis gemeinsam mit seinem Partner auf die Bühne. Seine politischer Track „Weine nicht“ thematisierte sehr bewegt den Überlebenskampf und die Unterdrückung seiner iranischen Landsleute durch das Mullah Regime. |
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Nach dem Finale zog sich die Jury zurück, um ihre Wertung abzugeben. Gemeinsam mit den Werten der Applausometer wurde nun verrechnet, wer auf welchem Platz landet. Für das Publikum gab es in dieser Zeit gediegene und gute Raps von den jungen Mainzer Künstlern Luk & Fil zu hören. Live-Mitschnitt: hier.
Um Mitternacht war es dann soweit: Host André Kohl gab erstmalig in der Geschichte des Political Rap Contest bekannt, dass zwei Künstler auf mit genau der selben Punktzahl auf dem zweiten Platz landeten: NIcKnOname und Hoodbook mussten jeweils noch einmal ihren politischen Song zum besten geben, um den Sieger des Political Rap Contests hervorzubringen. Beide legten sich nochmal richtig ins Zeug und gaben alles.
Nach weiterem Applausometertest und kurzer Jurysitzung, war es schliesslich soweit. Das amtliche Endergebnis stand fest:
1. Platz: NIcKnOname
2. Platz: Hoodbook
3. Platz: Paiis
4. Platz: Systemfehler
| In Preisen bedeutet dies:NIcKnOname erhielt den Ruhm des Gewinners und einen Auftritt beim wunderbaren Folklore 2010 im August dieses Jahres. |
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Hoodbook können sich über drei Freitickets für das Hip Hop Kemp freuen.Paiis erhielt einen Gutschein von hvv in Berlin und Systemfehler ein Überraschungspaket der backspin.
Nach der Preisverleihung ging der Political Rap Contest in eine riesige Open Mic Session über. Viele bekannte und auch einige unbekannte Gesichter hatten großen Spaß miteinander.
Wir bedanken uns bei allen Künstlern, die am Contest teilgenommen haben, dem Publikum, das – bis auf sehr wenige Ausfälle – mal wieder fantastisch war, der kompetenten Jury und den unermüdlichen Kooperationspartnern!
Auf ein Neues im Januar 2011!
Demnächst kann ein Mitschnitt des Finales für 5,00 EUR bei uns erstanden werden. Darauf sind jeweils die politischen Tracks der Künstler sowie ein Track aus den Showcases.
Links:
- NIcKnOname: Political Track “auch nur personal”
- Hoodbook: Political Track “In unseren Händen”
- Paiis: Political Track “Weine nicht”
- Systemfehler: Political Track “Lass dich nicht blenden”
- Political Rap Contest auf myspace


