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Live-Mitschnitte vom Finale des Political Rap Contest 09

Vor über 300 Besuchern rappten Phobie Five, Buddy Becks, Daneben und Randgruppe im Kulturpalast um den Titel der besten Rapper des Political Rap Contests 2009.

Im Dezember letzten Jahres wählte die siebenköpfige Jury des Political Rap Contests fünf Einzelkünstler bzw. Gruppen für das alles entscheidende Finale am 23. Januar 2009 im Kulturpalast aus. Hierzu hatten 22 Einzelkünstler bzw. Crews aus Wiesbaden und Umgebung jeweils zwei Tracks eingereicht, einer davon politischen Inhalts. In insgesamt zwei Hördurchgängen ermittelte die Jury die Finalisten, indem sie nach einem anonymen Punkteverfahren den jeweiligen Text, Beat und Style des politischen Tracks bewertete.

Nun war es endlich soweit: Konnten die Finalisten auch live und vor Publikum bestehen? Aus Krankheitsgründen musste der fünfte Finalist „Aeroe“ seinen Auftritt leider absagen.

Im Unterschied zur Vorauswahl ging es am Finalabend einzig und allein um die Performance. Massgeblich hierfür waren: Bühnenpräsenz und Interaktion mit dem Publikum und gegebenenfalls weiteren Gruppenmitgliedern auf der Bühne. In mittlerweile schon bekannter vierjährigerTradition stand dabei nicht nur das Votum der Jury auf dem Plan, sondern auch das des Publikums. Erstes gemessen an vergebenen Punkten von 0 – 10, zweiter am festgehaltenen Maximalpegel der Lautstärke des Publikums mittels zweier Applausometer.

Nachdem sich der Kulturpalast schon kurz nach Einlass gut gefüllt hatte, trat Moderator André Kohl gegen 21.00 Uhr auf die kleine aber feine Bühne des Kulturpalasts und begrüßte das Publikum, eröffnete die Spielregeln des Contests und kündigte die Opener des Abends an: die beiden Sieger des ersten Political Rap Contest aus dem Jahr 2006: „NIcKnOname & Normanbeats“.

NIcKnOname eröffnete seine Show mit einem Auszug aus seinem frisch veröffentlichten Debütalbum „1 Tag in Absurdistan“. Mit seiner ausdrucksstarken Bühnenperformance, seinen gesellschaftskritischen und stilistisch außergewöhnlichen Texten wie beispielsweise „ProKlimawandel“, „Maisaufstand“ und „T-Kessel“ zog er – unterstützt durch Normans melodische und pumpende Beats – die Aufmerksamkeit des Publikums gekonnt auf sich.

Im Anschluss an das gelungene Showcase ermittelte der Moderator mit Hilfe eines Publikumsgasts die Reihenfolge der auftretenden Finalisten per Losverfahren.

Los ging’s mit Phobie Five, der einigen schon durch seine Teilnahme bei der Rapliga von Chill At Will bekannt war. Als einziger im Finale vertretener Rapper aus Wiesbaden präsentierte er in einer recht guten, aber vor allem noch ausbaufähigen Performance seiner beiden eingereichten Tracks „Nächstes Level“ und „Gute Nacht“ (Track und Live-Mitschnitt am Ende).

Im Anschluss daran rappten die in Mainz lebenden Künstler „Buddy Becks“ sehr authentisch in gutem Kontakt zum Publikum, ihre Botschaften zum Thema Liebe („Die Stimme“) und den kriegs- und gesellschaftskritischen Track „Es ist heute wie gestern“ (Track und Live-Mitschnitt am Ende).

Kaum waren ihre letzten Worte verklungen, stieg die Spannung: Wird es „Daneben“ aus Haintchen bei Selters gelingen, ihre Zweitplatzierung beim Political Rap Contests 2007 in diesem Jahr zu toppen?

Damals zählte ihr Auftritt im Rahmen des Contests zu ihren ersten Auftritten überhaupt. In der Zwischenzeit hatten sie eine Menge weiterer Bühnenerfahrung gesammelt, unter anderem bei der Jam Session. Vielleicht auch einer der Gründe, warum sie die Bühne nach ihrer Ankündigung erst so spät betraten.

So lang sie jedoch auf sich warten liessen, so präsent zeigten sie sich während ihrer Performance der Tracks „3 Tage Tape-Reise“ und „Wer, wenn nicht wir?“ (Track und Live-Mitschnitt am Ende). Nach einem nahezu tosenden Applaus war jedenfalls klar, dass die Mehrheit des Publikums begeistert war.

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